Gletscherwanderung auf den Similaun

Bewegung, in welcher Art auch immer, macht den Menschen aus. Erst durch Bewegung erfährt man sicht selbst und die Welt.

Körperliche Fitness ist kein Selbstzweck, sie dient dazu, dass wir in der Welt herumkommen. Andernfalls bleiben uns viele Orte und Erfahrungen verwehrt.

 

Besonders intensive und oft bizarre Erlebnisse hat man in den Bergen.

Ende August/Anfang September bin ich mit meinem Hausarztkollegen Toni Mucha nach Vent am Ende des Ötztals gefahren. Abends sind wir zur Martin Busch Hütte aufgestiegen. Am nächsten Tag um sechs Uhr früh ging es weiter zur Similaunhütte hinauf.

Von dort wandert man angeseilt und mit Steigeisen über den Gletscher auf den Gipfel des Similaun (3600m).

 

Der Name "Similaun" hat mich immer schon fasziniert. Im Netz findet man dazu interessante Erklärungen. Das Wort lässt sich zurückführen auf Sam Alu Ana, was soviel bedeutet wie "glänzend weiße Göttin Ana". Das bringt uns in die prähistorische Zeit zurück, als Berge noch im Ruf standen, der Wohnsitz der Götter zu sein.

 

Eine weitere Wurzel reicht in die Welt der Sagen und Märchen. Dort finden wir Simeliberge als weibliche Kultberge. Wenn man durch einen Spalt (Gletscherspalte?) in das Innere eines solchen Berges gelangt, dann können große Schätze und große Weisheit errungen werden.